Was ich noch alles zu sagen gehabt hätte - mein erstes Podcast-Interview

Man sollte immer wieder mal etwas machen, das man noch nie gemacht hat. Dies war vor kurzem der Fall, denn ich hatte mein erstes Podcast-Interview bei Dr. Claudia Nichterl. Bei ihr hatte ich vor einiger Zeit die Ausbildung zur integrativen Ernährungsexpertin gemacht.
Ich dachte, dass ich in der halben Stunde, wo dieses schöne Gespräch dauerte, sicher alles sagen kann, was ich mir vorgenommen hatte, aber ich verplauderte mich natürlich und manche Informationen habe ich dadurch vergessen. Zur Ernähung und zur Darmgesundheit gibt es halt so viel zu sagen und es war auch ein sehr persönliches Gespräch über meine eigenen Erfahrungen. Deswegen nun dieser Blog, wo ich dir noch ein paar Informationen mitgeben möchte.
Warum du neben Eiweiss vor allem auf Ballaststoffe achten solltest
Eiweiss ist wichtig, keine Frage. Es trägt u.a. zum Erhalt und Aufbau der Muskelmasse bei und ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Deswegen empfehle ich auch immer, die Mahlzeit rund ums Eiweiss zu planen. Gerade für Frauen ist es wichtig, das Eiweiss im Auge zu haben, denn wir brauchen es u.a. für die Bildung der Hormone.
Wenn es um eine ausgewogene Ernährung und die Darmgesundheit geht, sollten wir aber unbedingt auch die Ballaststoffe gezielt einbauen. Dies geht aber leider bei dem ganzen High-Protein-Hype oft unter.
Ballaststoffe stecken vor allem in Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Nüssen und Samen. Gerne verwende und empfehle ich aber auch Akazienfasern oder Flohsamenschalen. Akazienfasern werden von den meisten sehr gut vertragen und da sie farblos und geschmacklos sind, sind sie auch ideal bei Kindern und älteren Menschen.
Einige der Ballaststoffe dienen den Darmbakterien als Nahrung und werden von ihnen fermentiert. Dabei entstehen unter anderem kurzkettige Fettsäuren, die für die Funktion der Darmschleimhaut eine wichtige Rolle spielen. Andere Ballaststoffe erhöhen das Stuhlvolumen und unterstützen eine normale Darmfunktion. Deshalb empfehle ich, möglichst viele unterschiedliche pflanzliche Lebensmittel in den Speiseplan einzubauen, damit man von beiden Effekten profitieren kann. Mein Tipp: Versuche langsam deinen Ballaststoffkonsum zu steigern, so dass du irgendwann über die Woche hinweg auf etwa 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel kommst. Jedes Gemüse zählt dabei nur einmal, aber du kannst auch Kräuter, Gewürze, Nüsse und Samen dazu zählen. Steigere aber nicht nur deine Ballaststoffzufuhr langsam, sondern achte dabei auch darauf, immer ausreichend zu trinken. Aber Achtung: bei einem empfindlichen Darm ist nicht jede Ballaststoffquelle gleich gut verträglich. Hier ist es ratsam, langsam und gezielt zu testen, was der eigene Körper verträgt.
Wenn du einen empfindlichen Darm hast, dann könnte eine Mikrobiomanalyse empfehlenswert sein. Über die Mikrobiomanalyse habe ich einen eigenen Blog geschrieben, wenn dich das interessiert. Schreib mir aber auch gerne eine Mail oder ruf mich an, wenn du eine persönliche Frage dazu hast.
Warum Schlaf und Stress dein Gewicht beeinflussen können
Dies ist ein Punkt, den verschiedene Berufsgruppen besonders betreffen und in meinem Schichtdienst hab ich es am eigenen Leib erfahren. Vielleicht geht es dir ja gleich. Du isst eigentlich ausgewogen, bewegst dich regelmässig und trotzdem fällt es dir schwer, dein Gewicht zu regulieren? Dann lohnt es sich, dass du nicht nur auf deinen Teller, sondern auch auf deinen Schlaf und deinen Stresslevel schaust. Denn unser Körper funktioniert nicht unabhängig von unserem Alltag. Zu wenig Schlaf kann die Regulation von Hunger und Sättigung beeinflussen und dazu führen, dass wir mehr Appetit haben, häufiger zu energiereichen Lebensmitteln greifen oder uns tagsüber weniger bewegen. Auch chronischer Stress kann unser Essverhalten verändern. Manche Menschen essen dann deutlich mehr, andere vergessen regelmässige Mahlzeiten und bekommen später Heisshunger.
Gleichzeitig beeinflussen Stressreaktionen und der Schlaf-Wach-Rhythmus verschiedene hormonelle und metabolische Prozesse. Das bedeutet nicht, dass Stress automatisch zu einer Gewichtszunahme führt, aber er kann es schwieriger machen, langfristig passende Gewohnheiten beizubehalten. Deshalb gehören für mich zu einer ganzheitlichen Ernährungsberatung nicht nur Eiweiss, Ballaststoffe und die richtige Lebensmittelauswahl, sondern auch ausreichend Schlaf, Bewegung und bewusste Erholung. Manchmal ist der sinnvollste nächste Schritt nicht, noch weniger zu essen, sondern dem eigenen Körper mehr Ruhe und einen verlässlicheren Rhythmus zu ermöglichen. Und ganz bewusste Atemübungen. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Blog.
Warum es wichtig ist, worauf wir unser Gemüse schneiden und was wir täglich an unsere Haut lassen
Wenn wir uns mit gesunder Ernährung beschäftigen, achten wir oft sehr genau darauf, was auf unserem Teller landet. Wir kaufen frisches Gemüse, versuchen, möglichst abwechslungsreich zu essen, und überlegen, wie wir unseren Körper optimal mit Nährstoffen versorgen können. Doch hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, worauf du dein Gemüse schneidest, in welchen Töpfen und Pfannen du es kochst oder welche Inhaltsstoffe täglich über Pflegeprodukte, Reinigungsmittel und andere Alltagsprodukte mit uns in Kontakt kommen?
In unserem Haushalt können sich verschiedene Quellen für unerwünschte Stoffe verbergen, beispielsweise bestimmte Kunststoffbestandteile, Duftstoffe oder andere Chemikalien in Alltagsprodukten. Wie relevant die Belastung tatsächlich ist, hängt vom jeweiligen Stoff, der Konzentration und der Art der Verwendung ab. Wir können nicht alle Einflüsse vermeiden, aber wir können bewusster entscheiden, welche Produkte wir in unseren Alltag holen. Genau deshalb habe ich mich beispielsweise für die Schneidebretter von ProPlanche entschieden, die eine langlebige und praktische Alternative zu Holzbrettern und herkömmlichen Kunststoffschneidebrettern darstellen. Auch bei Kosmetik und Körperpflege schaue ich genauer hin und habe mich bewusst für RINGANA entschieden, weil mich der Ansatz mit frischen Pflegeprodukten und der Fokus auf ausgewählte Inhaltsstoffe überzeugt. Bei beiden Produkte berate ich dich gerne.

Dieser bewusste Umgang mit den Dingen, die uns täglich umgeben, ist mir sehr wichtig und ich versuche bei meinen Workshops immer auch ein bisschen darüber aufzuklären. Es geht dabei nicht um Angst vor Chemikalien oder darum, den eigenen Haushalt von heute auf morgen komplett umzustellen. Vielmehr möchte ich dich dazu inspirieren, Schritt für Schritt bessere Entscheidungen zu treffen – für dich, deine Familie und einen bewussteren Alltag. Denn oft sind es gerade die kleinen Veränderungen, die wir langfristig und ohne grossen Aufwand umsetzen können.
Es gäbe noch etliche andere Themen rund um Ernährung, Darmgesundheit und einem chemiefreien Alltag, aber diese werde ich dann in weiteren Blogs aufnehmen.
Vielleicht hast du aus meinem Podcast-Interview etwas für dich mitnehmen können oder auch hier von diesem Blog, das du nun für dich umsetzen wirst. Wenn du Hilfe bei der Umstellung brauchst oder auch mal einen Workshop für dich und ein paar Freunde organisieren möchtest, dann tritt gern mit mir in Kontakt.
Und vergiss nicht: es ist niemals zu spät, etwas an deiner Ernährung und deinem Lebensstil zu ändern. Sei es dir Wert, denn ich sage immer: "dein Essen von heute, ist dein Körper von morgen".




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