• Mag. Sonja Heppke

Klein, aber oho - Infos zu den Mikronährstoffen (VITAMIN A)

Auch wenn sie noch so klein und unbedeutend scheinen, für unseren Körper und seine vielen verschiedenen Funktionen sind sie allerdings essenziell – Mikronährstoffe. Dabei ist nicht nur jeder einzelne wichtig, sondern vielfach auch bestimmte Kombinationen dieser Vitamine und Mineralstoffe. In meinem Blog werde ich dir in Zukunft die einzelnen Mikronährstoffe kurz vorstellen. Beginnen möchte ich beim Vitamin A.


Das Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und ist auch unter dem Namen „Retinol“ bekannt. Als Retinol bezeichnet man allerdings das Vitamin A, welches in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Während der Aufnahme wird es vom Fett abgespalten und dann in der Blutbahn an das Retinol-Bindungsprotein, ein Transportprotein, gebunden. Dieses Transportprotein wird in der Leber synthetisiert und ist zinkabhängig. Kommt es also zu einer Störung des Zinkstoffwechsels, so löst dies auch eine zu geringe Freisetzung des Vitamin A aus der Leber aus. An diesem Beispiel sieht man, wie die Mikronährstoffe für uns unscheinbar miteinander zusammenhängen und gewisse Mängel von einzelnen Stoffen Einflüsse auf andere Mikronährstoffen haben.

In pflanzlichen Lebensmitteln kommt auch Vitamin A vor bzw. ist es hier eine Vorstufe von Vitamin A, die Carotinoide (beta-, alpha- Carotin und Lutein), welche dann bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden können. Beachten sollte man hier aber, dass diese Umwandlung nicht bei allen Menschen gleich gut gelingt. U.a. fand man heraus, dass Diabetiker, Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion oder mit Down-Syndrom Probleme bei dieser Umwandlung haben.


Carotinoide geben den Früchten und den Gemüsen ihre gelborange Farbe. Reich an beta-Carotin oder anderen Carotinoiden sind Karotten, Süßkartoffel, Honigmelonen, Spinat, Paprika, Grünkohl, Aprikosen oder auch Pfirsiche. Wichtig zu wissen ist, dass die Carotinoide oft besser vom Körper resorbiert werden können, wenn man sie kocht (kurz dünsten), püriert oder entsaftet.



Das Vitamin A hat viele sehr wichtige Funktionen in unserem Körper. So ist es z.B.:

  1. am Aufbau von neuen roten Blutkörperchen beteiligt

  2. wird beim Eiweißstoffwechsel benötigt

  3. hat entscheidenden Einfluss bei der Fruchtbarkeit

  4. hilft, die Haut und die Schleimhäute gesund zu halten und somit auch das Immunsystem

  5. hat eine zentrale Rolle für gutes Sehen

  6. ist am Aufbau von Knochen beteiligt und

  7. wird beim Wachstum und bei der Entwicklung von Zellen, Geweben und Strukturen benötigt.

Gestört wird der Vitamin-A-Haushalt u.a. durch Stress, Entzündungen, Rauchen, Sonnenlicht, Leber-Gallen-Erkrankungen, Medikamenteneinnahme oder auch durch häufiges und ständiges Arbeiten am Computer.


Für deinen Vitamin-A-Bedarf hab ich dir im Anschluss noch ein leckeres Rezept! Lass es dir schmecken!

Alles Liebe


Sonja



"Gemüse-Couscous mit Aprikosen" (Rezept aus dem Cookidoo von Thermomix, leicht abgeändert):


Zutaten für 4 Personen:

250 g Couscous, 300 g Wasser, ½ TL Gemüsebrühpaste, ½ TL Salz, 125 g getrocknete Aprikosen (entsteint), 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 20 g Olivenöl, 200 g Karotten in Scheiben geschnitten, 200 g Blattspinat (frisch oder aufgetaut aus dem TK), 100 g Wasser, ½ TL Gemüsebrühpaste, ½ TL Salz, 2 Prisen Pfeffer, 1 TL Currypulver, 1-2 TL Kreuzkümmel (gemahlen), 200 g Feta (in kleine Würfel geschnitten), 30 g Rosinen, 50 g Pinienkerne


Zubereitung:

Couscous in eine grosse Schüssel geben. 300 g Wasser mit ½ TL Gemüsebrühpaste und ½ TL Salz zum Kochen bringen und dann über den Couscous geben. Das Ganze ziehen lassen, während man den Rest zubereitet. Zwiebel und Knoblauch in kleine Würfel schneiden und im Öl kurz andünsten. Dann die Aprikosen in die gewünschte Grösse (z.B. Würfel oder dünne Spalten) schneiden. Zusammen mit den Karottenscheiben, dem Spinat, 100 g Wasser, ½ TL Gemüsebrühpaste, ½ TL Salz, Pfeffer, Curry und Kreuzkümmel in den Topf geben und weiter dünsten. Nach ca. 10 Minuten die Rosinen und den Feta darunter mischen und auf kleiner Stufe ca. 3-5 Minuten dünsten lassen. Wer mag, kann die Pinienkerne in dieser Zeit ohne Fett in einer Pfanne goldbraun rösten. Alles zum Couscous geben und gut durchmischen. Wer mag, kann es mit frischen Kräutern und Gewürzen noch verfeinern, z.B. frische Pfefferminze.


Tipp: wenn die Aprikosen / Marillen gerade Saison sind, dann nimm statt den getrockneten die frischen!




Quellen: Burgstein - "Handbuch Nährstoffe. Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente." TRIAS Verlag, 13. aktualisierte und erweiterte Auflage 2018

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